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"Übermorgen" mit der Stadtbibliothek Köln

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laufend

Nach einer großen Recherche haben wir die beiden Themen Beteiligung und Kooperation priorisiert. Das heißt: die Stadtbibliothek möchte ihre Zusammenarbeit mit anderen Akteur*innen weiterentwickeln. Daneben möchte die Stadtbibliothek Bürger*innen stärker einbeziehen. Gleichzeitig setzen wir die Konzepte aus dem Projekt der Studierenden um.

Gesamtprojektziel:

Wie viele öffentliche Einrichtungen, steht auch die Stadtbibliothek Köln vor großen Herausforderungen. Das sind zum Beispiel Digitalisierung, soziale Spaltung der Gesellschaft oder weniger Orte der Begegnung in den Kölner Stadtteilen. Ziel des Projektes ist es, die Angebote und Prozesse der Stadtbibliothek noch zukunftsfähiger zu gestalten. Damit sollen diese Probleme angegangen werden.


Kurzbeschreibung:

Die Stadtbibliothek Köln zählt zu den innovativsten großstädtischen Bibliotheken in Deutschland. Sie ist die meistgenutzte Kultureinrichtung der Stadt. Sie besteht aus einer Zentralbibliothek, 11 Stadtteilbibliotheken sowie einer Busbibliothek. Sie trägt dank ihrer breiten Vernetzung und ihren Angeboten aktiv zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft bei.

Damit die Stadtbibliothek Köln auch in der Zukunft ein attraktiver und relevanter Ort bleibt, hat sie ein neues Projekt gestartet. In dem Projekt beschäftigt sich die Bibliothek mit der zentralen Frage: Wie können wir ein Glücksort für alle werden, wo Gemeinschaft und Zuversicht erlebbar sind und in die Stadt ausstrahlen? Das Innovationsbüro der Stadt Köln unterstützt die Stadtbibliothek bei diesem Vorhaben.

Außerdem ist die Stadtbibliothek mit ihrem Projekt Teil eines Förderprogrammes. Das Projekt wird gefördert in „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm wird in Kooperation mit dem Bureau Ritter als Programmbüro durchgeführt. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Foto mit Logoplatzierung
Was haben wir erreicht?

Wir begleiten die Stadtbibliothek dabei, nutzendenzentriert zu arbeiten. Das machen wir nach der Herangehensweise des Service-Design-Thinking. Das bedeutet, dass die Ideen gemeinsam mit den Kölner*innen entwickelt werden.

Ergänzend hat von Dezember 2025 bis Februar 2026 ein gemeinsames Projekt mit der „Köln International School of Design“ (KISD) dieses Thema bearbeitet. Die Studierenden haben verschiedene Konzepte für die Stadtbibliothek im Kölner Westen entwickelt.

Parallel haben wir eine große Recherche durchgeführt. Diese bildet die Basis unseres Projektes. Die Recherche bestand aus den folgenden Maßnahmen:

📚 Besuch verschiedener Stadtteilbibliotheken

📚 Interviews mit Expert*innen anderer Kultureinrichtungen

📚 Recherche nach guten Praxisbeispielen

📚 Gespräche mit Bürger*innen aus Köln

Die Ergebnisse dieser Recherche haben wir gründlich ausgewertet. Als Ergebnis konzentrieren wir uns in der Stadtbibliothek nun auf zwei Schwerpunkte: Wir lassen die Kölner*innen aktiver mitgestalten (Beteiligung) und arbeiten anders mit Partner*innen aus den Stadtteilen zusammen (Kooperation).

Wie geht es weiter?

Die Studierenden der KISD haben konkrete Vorschläge für Bibliotheksangebote im Kölner Westen erarbeitet. Diese sollen ohne große Ressourcen, wie Räume, Personal oder Geld, umgesetzt werden können. Zwei der fünf Ideen wurden bereits umgesetzt: 

  1. Die Saatgut-Sammlung widmet sich dem Austausch von Wissen über Pflanzen und Saatgut. Hierbei handelt es sich um eine Bank, die mehr als nur eine Sitzgelegenheit ist! Mit einer Saatgutbibliothek als Herzstück lädt die Saatgut-Sammlung dazu ein, Saatgut vorbeizubringen, Pflanzen selbst auszusäen und sich mit der Nachbarschaft zu verbinden. Sie steht testweise in Köln-Weiden auf dem Platz vor dem Georg-Büchner-Gymnasium. Schau unbedingt mal vor Ort vorbei! Falls Du Lust auf ein Mini-Ehrenamt hast und gelegentlich nach der Bank schauen kannst, melde Dich gerne unter ehrenamt@stbib-koeln.de
  2. Wortwechsel bringt Menschen im Viertel ganz ohne digitale Medien zusammen. Es funktioniert ähnlich wie ein schwarzes Brett: Über Fragen oder spannende Themenvorschläge kannst Du hier ganz unkompliziert mit Fremden in Kontakt kommen, indem Du ein Thema/ eine Antwort auf eine Karte schreibst und diese am Wortwechsel-Brett hinterlässt. Wortwechsel wird derzeit in der Stadtteilbibliothek Sülz getestet. 

Drei weitere Ideen sind gerade noch in der Entwicklung und Absprache: 

  1. VeedelTalks ist ein einfaches Diskussionsformat ohne eine klassische Moderation. Die Teilnehmenden schaffen gemeinsam einen Raum, um Themen zu diskutieren, die sie bewegen. Das Konzept arbeiten wir mit Studierenden gerade weiter aus. 
  2. Bei „TalenteTauschen“ können Menschen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre praktischen Fähigkeiten ganz einfach miteinander teilen. Durch das Format entsteht die Möglichkeit, dass Bürger*innen selbst lehren, lernen und Kontakte knüpfen. Das ist denkbar in alltäglichen Orten, wie zum Beispiel Cafés, Gemeindezentren oder Kirchen. Das Format wird aktuell durch eine Mitarbeiterin der Stadtbibliothek gemeinsam mit Studierenden weiterentwickelt. 
  3. Die Stadt Köln hat schon viele Online-Dienste, aber der Weg dorthin ist nicht für alle einfach. Die klick.bar ändert das und hilft direkt vor Ort weiter. Studierende testen das Ganze gerade am Beispiel der BundID: Wenn Du in die Stadtbibliothek gehst, bekommst Du an der klick.bar Unterstützung dabei, Dein BundID-Konto einzurichten. Die ersten Tests vor Ort sind schon in Planung! 

Neben diesen neuen Angeboten möchte sich die Bibliothek auch intern weiterentwickeln. Die Themen Kooperation und Beteiligung werden aktuell mit allen Mitarbeitenden der Stadtbibliothek weiterverfolgt. Gemeinsam planen wir, wie vorhandene Prozesse und Strukturen weiterentwickelt werden können. Dazu sind im Juli Workshops mit allen Mitarbeitenden der Stadtbibliothek angesetzt.

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Fotocollage aus dem Projekt Übermorgen
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